Die Inselpolizistinnen Nele und Jule Hibenga ermitteln in ihrem 30. Fall! Was steckt hinter dem Tod von Keno Wilms in dem neuen Ostfrieslandkrimi „Prielmord auf Wangerooge“ von Julia Brunjes?!
Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi:
»Da liegt jemand im Priel, mit dem Gesicht nach unten. Er bewegt sich nicht.« Als die Inselpolizistinnen Nele und Jule Hibenga den leblosen Keno Willms am frühen Morgen im Watt vor Wangerooge finden, scheint die Ursache seines Todes schnell festzustehen: Er ist ertrunken. Doch Nele hat Zweifel. Warum sollte sich der ehemalige Seenotretter leichtfertig in eine Situation gebracht haben, aus der er nicht mehr herauskam? Die Obduktion bestätigt ihren Verdacht: Keno wurde ermordet. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Hibengas auf Konflikte aus seiner Zeit bei der Seenotrettung. Das Verhältnis zu einigen seiner damaligen Kollegen war zerrüttet. Doch dann erfahren Nele und Jule von einer anderen, weitaus persönlicheren Spur: Kenos schwerkranke Tochter braucht dringend eine teure Behandlung. Um das Geld aufzutreiben, wollte Keno eine »alte Schuld« eintreiben. Was wusste Keno, das besser verborgen geblieben wäre? Schließlich führt ein unscharfes Foto sie zu einer Stelle draußen im Meer – und damit direkt auf die Spur eines Geheimnisses, für das jemand bereit war zu töten.
Der Ostfrieslandkrimi ist als E-Book bei den bekannten Anbietern erhältlich wie:
*Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen
Eine Übersicht über die Reihenfolge der Bücher finden Sie hier.
Viel Freude beim Lesen wünscht
Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de
Das Interview zum Ostfrieslandkrimi:
Ihr neuer Ostfrieslandkrimi heißt „Prielmord auf Wangerooge“. Worum geht es darin?
Julia Brunjes: Es geht zunächst um einen schrecklichen Fund im Watt. Thea Kramer, eine ältere Dame, ist frühmorgens mit ihrem Hund am östlichen Deichweg an den Salzwiesen unterwegs, als sie plötzlich einen leblosen Körper entdeckt. Ein Mann liegt mit dem Gesicht nach unten in einem tiefen Priel, der sich durch die rasend schnell auflaufende Flut unaufhaltsam mit Wasser füllt. Die alarmierten Inselpolizistinnen Nele und Jule Hibenga eilen sofort zum Tatort und waten in das eiskalte Wasser, um den Mann auf den Rücken zu drehen, bevor das Meer ihn komplett verschluckt. Es ist jedoch zu spät – der Mann ist tot. Es handelt sich um Keno Willms, eine echte Insellegende.
Zunächst scheint die Todesursache klar – ertrunken. Doch die Inselpolizistinnen sind skeptisch. Wieso eigentlich?
Julia Brunjes: Die Skepsis der Ermittlerinnen rührt vor allem daher, dass Keno Willms kein ahnungsloser Tourist war. Er war jahrelang der Vormann der örtlichen Seenotretter-Station und galt als einer der erfahrensten Seemänner der Insel. Er kannte die Gezeiten, das Watt und die unberechenbaren Gefahren des Meeres wie seine eigene Westentasche. Dass ein Mann mit seiner enormen Erfahrung einfach nachts im Watt von der Flut überrascht wird und unglücklich in einem Priel ertrinkt, erscheint Nele und Jule von Anfang an äußerst unwahrscheinlich und passt absolut nicht zu seinen Fähigkeiten.
Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass es Schwierigkeiten mit Keno Willms ehemaligen Kollegen gab, jedenfalls meint das seine Witwe.
Julia Brunjes: Das stimmt, Kenos Witwe Inga bringt die Ermittlerinnen auf die Spur von drei konkreten Personen aus dem direkten Umfeld der Seenotretter, mit denen Keno massiv aneinandergeraten war: Zum einen ist da Bernd Cassens, Kenos ehemaliger Stellvertreter und jetziger Vormann. Er soll Keno nach einem angeblichen Fehler bei einem Einsatz nicht verteidigt, sondern indirekt belastet und aus dem Amt gedrängt haben, um selbst aufzusteigen. Keno fühlte sich von ihm zutiefst verraten. Dann gibt es Sönke Martens, den zweiten Vormann und Techniker der Crew. Keno hatte eine kurze, aber intensive Affäre mit Sönkes Frau Anke. Als der rasend eifersüchtige Sönke davon erfuhr, drohte er Keno in einer Bar vor Zeugen öffentlich mit dem Tod. Und schließlich ist da noch die Sanitäterin Rieke Freese. Sie ist der Rettungsgesellschaft bedingungslos loyal ergeben, hatte Keno und Anke in flagranti auf dem Rettungskreuzer erwischt und Keno massiv unter Druck gesetzt, den Ruf der Truppe nicht weiter zu beschmutzen.
Zudem gibt es ja auch noch eine familiäre Tragödie bei dem Toten, die ihn stark belastet hat.
Julia Brunjes: Keno war ein gebrochener Mann, was vor allem an dem Schicksal seiner Tochter Lena lag. Sie leidet an einer seltenen, fortschreitenden neurologischen Störung und liegt in einer Spezialklinik in Oldenburg. Die Ärzte machten der Familie kaum noch Hoffnung, doch Keno erfuhr von einer experimentellen Therapie in der Schweiz – die allerdings Hunderttausende Euro kostet. Die Familie war bereits finanziell ruiniert. Doch in den Tagen vor seinem Tod war Keno plötzlich wieder voller Hoffnung. Er erzählte seiner Frau, dass er das Geld beschaffen könne, indem er eine geheimnisvolle „alte Sache“ regle und eine alte Schuld einfordere. Für die Nacht seines Todes hatte er eine geheime Verabredung getroffen, um genau diesen Plan in die Tat umzusetzen und das Leben seiner Tochter zu retten.