„Norderneyer Seestück“ – der neue Ostfrieslandkrimi von Alfred Bekker!

Ein reicher Kunsthändler, viele wertvolle Gemälde, ein skurriler Einbruch, ein Raub und eine Leiche! Und alles videoüberwacht! Warum es den Inselermittlern dennoch Mühe macht, den Täter zu finden, erzählt Alfred ins seinem neuen Ostfrieslandkrimi auf Norderney.

Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi:

Ostfrieslandkrimi Norderneyer Seestück„Warum wurde das Seestück gestohlen?“ Der Kunsthändler und Sammler Klaas Diekmann wird in seiner Villa auf Norderney erschlagen. Der Eindringling stiehlt aber keines der kostbaren Gemälde, sondern schneidet nur ein scheinbar wertloses Seestück – ein Bild mit maritimem Motiv – aus dem Rahmen und nimmt es mit. Da das Haus videoüberwacht wurde, gibt es eine hervorragende Aufnahme des Täters. Kommissar Manno Lewert bringt sie zu dem genialen Super-Recogniser Wieland von Bröking. Dieser kann den Mann tatsächlich identifizieren: Es handelt sich um einen wenig erfolgreichen Landschaftsmaler – der jedoch bereits vor fünfzehn Jahren in der Nordsee ertrunken sein soll! Was wird hier gespielt?  Schon bald zeigt sich, dass Diekmann keine weiße Weste hatte und sich auf der Insel einige Feinde machte. Mehrere Tatverdächtige geraten ins Visier. Doch welche Rolle spielt das gestohlene Seestück? Da meldet sich Wieland von Bröking und behauptet, er wüsste, wie man den Täter einwandfrei überführen kann …

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Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de

Das Interview zum Ostfrieslandkrimi:

Worum geht es in Ihrem neuen Ostfrieslandkrimi »Norderneyer Seestück«?

Alfred BekkerAlfred Bekker: In dem Krimi geht es um den Mord an dem wohlhabenden und zurückgezogen lebenden Kunstsammler Klaas Diekmann, der in seiner hochgesicherten Villa auf Norderney während einer Sturmnacht brutal erschlagen wird. Die Ermittlungen übernehmen Kriminalhauptkommissar Manno Lewert vom Festland und der Inselpolizist Tjark Drönkemeier.

Das Besondere an dem Fall ist, dass der Täter zwar eine Videospur hinterlässt, die ihn klar bei der Tat zeigt, er aber nur ein scheinbar wertloses Gemälde stiehlt – ein unsigniertes Seestück. Die millionenschweren Meisterwerke an den Wänden lässt er unberührt. Die Ermittlungen führen tief in die Vergangenheit des Opfers und decken eine Welt aus Kunstfälschungen, alten Geheimnissen und einer fünfzehn Jahre zurückliegenden Tragödie auf See auf.

Der Mord scheint ja einfach zu lösen, warum ist das so?

Alfred Bekker: Auf den ersten Blick wirkt der Fall tatsächlich wie ein Geschenk für die Ermittler. Das liegt daran, dass der gesamte Mord von den Überwachungskameras in Diekmanns Villa aufgezeichnet wurde. Die Aufnahmen sind von erstklassiger Qualität und zeigen den Tathergang in gestochen scharfen Bildern.

Das Unglaublichste daran ist, dass der Täter keinerlei Versuch unternimmt, sein Gesicht zu verbergen. Im Gegenteil, er scheint mehrfach bewusst direkt in die Kameras zu blicken, fast so, als wolle er sichergehen, dass man ihn erkennt. Einen Mord, der so lückenlos und mit klarem Gesicht des Täters dokumentiert ist, gibt es praktisch nie – daher die anfängliche Annahme, die Lösung des Falls sei nur eine Frage von Minuten.

Der Super-Recogniser kann den Mörder sogar identifizieren – aber dann gibt es Komplikationen!

Alfred Bekker: Genau, die Ermittler ziehen den genialen Privatermittler und Super-Recogniser Wieland von Bröking hinzu. Als er das Videomaterial sieht, erkennt er das Gesicht des Mörders sofort: Es ist der Maler Hannes Kröger. Hier tritt die erste große Komplikation auf, denn Hannes Kröger gilt seit fünfzehn Jahren als tot, nachdem er bei einem Bootsunglück auf der Nordsee verschollen ist. Doch von Bröking wäre nicht er selbst, wenn er es dabei belassen würde. Bei genauerer Analyse des Videos entdeckt er entscheidende Details: Das Gesicht des Täters zeigt keinerlei Alterungsspuren der letzten fünfzehn Jahre. Während der brutalen Tat zeigt das Gesicht keine unwillkürliche Muskelregung (Mikromimik). Die Haut reflektiert das Infrarotlicht der Kamera unnatürlich, wie ein synthetisches Material. Seine Schlussfolgerung ist verblüffend: Der Täter ist nicht Hannes Kröger. Er trug eine perfekt nachgebildete, realistische Silikonmaske, die das Gesicht des toten Malers zeigt. Der Fall ist also plötzlich wieder völlig offen und viel komplexer als gedacht.

Wer war der Tote eigentlich und was findet die Polizei über sein Vorleben heraus?

Alfred Bekker: Klaas Diekmann war nach außen hin ein angesehener, international bekannter Galerist und Kunstsammler, der sich ins Privatleben auf Norderney zurückgezogen hatte. Doch im Laufe der Ermittlungen bröckelt diese Fassade gewaltig. Die Polizei findet heraus, dass Diekmann ein sehr dunkles Geheimnis hatte: Ein Großteil seiner millionenschweren Sammlung besteht offenbar aus exzellenten Fälschungen. Es wird klar, dass Diekmann systematisch gefälschte Kunstwerke in den Kunstmarkt eingeschleust hat. Der Maler Hannes Kröger war dabei sein ausführendes Organ, also der Fälscher. Durch seine Machenschaften hatte er sich viele Feinde gemacht. Darunter die Restauratorin Gesine van der Lohe, deren Karriere er zerstörte, weil sie seine Betrügereien aufdecken wollte, und der Hotelier Fokko Dirks, der ihm ebenfalls vorwarf, ihm Fälschungen verkauft zu haben.

Auch sein Verhältnis zu seinem einzigen Verwandten, dem Neffen Sönke Diekmann, war zerrüttet. Es ging ständig um Geld, und Klaas Diekmann war gerade dabei, seinen Neffen zu enterben, was dieser wusste. Kurz gesagt: Das Opfer war kein feiner Kunstliebhaber, sondern ein skrupelloser Betrüger, der ein Netz aus Lügen und Feindschaften hinterlassen hat, in dem nun der Schlüssel zur Aufklärung seines eigenen Mordes liegt.