„Der Tote in der Schleuse“ – Alfred Bekkers neuer Ostfrieslandkrimi!

Ein Eigenbrötler, ein Luxusbauprojekt – und eine Leiche! Das ist die neue Herausforderung von Kommissar Steen und seinem Team der Kripo  in dem Ostfrieslandkrimi „Der Tote in der Schleuse“ von Alfred Bekker.

Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi:

Ostfrieslandkrimi Der Tote in der Schleuse»Hinnerk, bald wissen sie es alle, bald dreht sich der Wind.« Als der Emder Schleusenwärter Hinnerk de Vries morgens seinen Dienst antritt, macht er einen grausigen Fund: In der Schleuse treibt die Leiche von Eilert Poppinga, stadtbekannt als der Mann mit dem Metalldetektor. Wie sich herausstellt, wurde er mit einer Schleusenkurbel erschlagen. Der harmlose Einzelgänger durchstreifte seit Jahren Emden und Umgebung auf der Suche nach Relikten der Vergangenheit. Doch diesmal scheint er auf etwas gestoßen zu sein, das besser verborgen geblieben wäre. Die Ermittlungen von Kommissar Steen und seinem Team der Kripo Emden führen zu dem Bauprojekt »Siel-Park«. Poppinga hatte sich vehement gegen den Bau der exklusiven Luxuswohnungen ausgesprochen und wirkte in der letzten Zeit auffallend nervös. Seine rätselhaften Worte an den Schleusenwärter kurz vor seinem Tod bekommen plötzlich eine unheilvolle Bedeutung. Welche Wahrheit wollte Eilert Poppinga ans Licht bringen? Und wer war bereit, dafür über Leichen zu gehen?

Der Ostfrieslandkrimi »Der Tote im Caravan« ist als E-Book und Taschenbuch bei den bekannten Anbietern erhältlich wie:

AMAZON – Hier klicken

*Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

Thalia – Hier klicken

Hugendubel – Hier klicken

Eine Übersicht über die Reihenfolge der Bücher finden Sie hier.

Mehr über die Serie können Sie im Steckbrief erfahren.

Das Interview zum Ostfrieslandkrimi:

Ihr neuer Ostfrieslandkrimi »Der Tote in der Schleuse« ist erschienen. Worum geht es im neuen Fall für Kommissar Steen und sein Team?

Alfred BekkerAlfred Bekker: Im Kern geht es um ein Verbrechen, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen. Für Kommissar Steen und sein Team beginnt der Fall, als die Leiche von Eilert Poppinga, einem stadtbekannten Hobby-Historiker und »Sondengänger«, im Becken der historischen Kesselschleuse in Emden gefunden wird. Die Ermittler stellen schnell fest, dass dieser scheinbar harmlose Sonderling offenbar ein Geheimnis aufgedeckt hat, das eng mit einem umstrittenen Wohnungsbauprojekt verknüpft ist. Die Ermittlungen führen Steen zu einem rücksichtslosen Investor und einer einflussreichen Emder Familie, deren glanzvolle Fassade zu bröckeln beginnt. Es ist ein Fall, der zeigt, wie alte Sünden und Gier die Gegenwart auf tödliche Weise einholen können.

Im Titel Ihres neuen Ostfrieslandkrimis steckt der Fundort der Leiche von Eilert Poppinga. Wie kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet eine Schleuse zum Schauplatz zu machen?

Alfred Bekker: Ehrlich gesagt war die Kesselschleuse einfach mal dran. Sie ist nämlich nahezu der einzige prominente Ort in und um Emden, an dem ich noch keinen Steen-Krimi platziert habe. Der Ratsdelft, der Chinesentempel, der Stadtgraben, die Kunsthalle, der Außenhafen, der Borkum-Kai, die Hohernzollern-Statuen an der Knock …  War alles schon da! Aber die Kesselschleuse ist etwas Besonderes und ich musste mich auch erst intensiv damit beschäftigen. Die Kesselschleuse in Emden ist nicht einfach nur eine Schleuse, sie ist ein in Europa einzigartiges technisches Denkmal. Sie ist ein Knotenpunkt, an dem vier Wasserwege mit jeweils unterschiedlichen Wasserständen aufeinandertreffen. Mich hat dieser Ort sofort fasziniert. Er hat eine unglaublich dichte, fast mystische Atmosphäre – besonders im Nebel, wie ich es im ersten Kapitel beschreibe. Diese Schleuse ist der perfekte Schauplatz, weil sie symbolisch für den ganzen Fall steht: Hier fließen verschiedene Stränge zusammen – die Vergangenheit und die Gegenwart, die Welt der einfachen Leute wie der des Schleusenwärters Hinnerk de Vries und die der reichen Investoren. Sie ist das »eiserne Herz von Emden«, und was wäre ein besserer Ort für ein Verbrechen, das die ganze Stadt erschüttert?

Vor einigen Jahren ging mein Sohn gerne mit seinem Metalldetektor auf Schatzsuche am Strand, im Wald oder auf dem Spielplatz. Allerdings war die Erfolgsquote dann doch so gering, dass ich das eine oder andere Geldstück heimlich in der Nähe verstecken musste. – Hatte Eilert Poppinga auf seinen Touren in Ostfriesland mehr Glück und regelmäßig etwas Relevantes gefunden?

Alfred Bekker: (Lacht) Eine schöne Anekdote. Eilert Poppinga war sehr hartnäckig und hatte über die Jahre tatsächlich einiges gefunden. Seine Kate war ja ein kleines, privates Museum voller rostiger Hufeisen, alter Werkzeuge und Münzen. Für die meisten Leute war das nur wertloser Schrott, aber für ihn war jedes Stück ein Puzzleteil der Emder Geschichte. Und ja, am Ende hatte er etwas Relevantes gefunden. Glück gebracht hat ihm das nicht – nur den Tod.

Nicht zum ersten Mal spielt eine Außenseiter-Figur in einem der Fälle für Kommissar Steen eine wichtige Rolle. Beim Lesen Ihres neuen Ostfrieslandkrimis um den »Mann mit dem Metalldetektor« musste ich spontan an Trientje Gaiken denken, die Obdachlose mit der tragischen Vergangenheit aus »Die Tote in Ostfriesland«. Was fasziniert Sie an solchen Figuren für einen Kriminalfall?

Alfred Bekker: Ich schreibe gerne über solche Figuren und gerade Trientje Gaiken hat da für mich immer noch einen besonderen Stellenwert. Außenseiter wie Eilert Poppinga sind faszinierend, weil sie die Welt aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachten. Sie stehen außerhalb der normalen gesellschaftlichen Strukturen und Konventionen und nehmen daher Dinge wahr, die andere übersehen. Eilert war ein »Wahrheitssucher«, der buchstäblich unter die Oberfläche geblickt hat. Solche Figuren sind oft die Einzigen, die verborgene Wahrheiten aufdecken können, weil sie nicht durch Status, Geld oder Ansehen geblendet sind. Sie folgen ihrer eigenen, oft obsessiven Logik. Das macht sie für die etablierte Ordnung unberechenbar und gefährlich. Gleichzeitig sind sie durch ihre Isolation sehr verletzlich. Dieser Kontrast zwischen ihrer besonderen Fähigkeit zur Wahrnehmung und ihrer sozialen Schutzlosigkeit erzeugt eine enorme Spannung, die für einen Kriminalfall ideal ist.

Viel dreht sich in der Geschichte auch um das umstrittene Bauprojekt »Siel-Park«. Ist es angesichts des immer knapper werdenden Wohnraums nicht absolut positiv zu sehen, wenn neue Wohnungen entstehen?

Alfred Bekker: Grundsätzlich ist die Schaffung von Wohnraum natürlich ein wichtiges und positives Ziel. In dem Ostfrieslandkrimi geht es aber nicht einfach um Wohnungen, sondern um Luxuswohnungen – ein Projekt, das, wie der Schleusenwärter Hinnerk de Vries es ausdrückt, »nichts für einfache Leute« ist. Die Geschichte stellt die Frage: Wer profitiert von solch einem Projekt und zu welchem Preis?  Und abgesehen davon gibt es da ein dunkles Geheimnis, das den Blick auf das Projekt in Ostfriesland verändert …