Eine Leiche zwischen Strandkörben, ein schwerkranker Vater, erbitterte Erb- und Pflegestreitigkeiten! Die Kommissare Fenja Bruns und Jonte Visser sind wieder gefordert in dem 45. Ostfrieslandkrimi von Julia Brunjes aus der Reihe „Die INSEL Polizei“.
Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi:
»Nur weil man miteinander verwandt ist, muss man sich ja nicht auch noch mögen!« Nach der Versteigerung der ausgemusterten Langeooger Strandkörbe sollen diese aufs Festland gebracht werden. Doch beim Verladen fällt den Arbeitern plötzlich eine Leiche vor die Füße: Zwischen zwei Strandkörben steckte die ermordete Luise Fleetjer! Die Langeooger Kommissare Fenja Bruns und Jonte Visser nehmen das Umfeld der Zweiundvierzigjährigen unter die Lupe. Luise war vor einigen Jahren auf die Insel gezogen, um bei der Pflege ihres Vaters zu helfen. Mit ihrer Schwester lag sie im Streit, ihre Ehe war gescheitert – und als Haupterbin hat sie ausgerechnet die ältere Frau eingesetzt, mit der sie zuletzt eine Wohnung teilte. Liegt hier ein Motiv? Und mit wem wollte Luise sich am Abend ihres Todes am Hafen treffen? Als eine zweite Leiche entdeckt wird, gerät der Fall in ein völlig neues Licht …
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Viel Freude beim Lesen wünscht
Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de
Das Interview zum Ostfrieslandkrimi:
»Strandkorbmord auf Langeoog« ist erschienen. Worum geht es in Ihrem neuen Ostfrieslandkrimi?
Der Kriminalfall beginnt an einem frühen, noch nebelverhangenen Morgen am Langeooger Hafen. Zwei Arbeiter wollen ausgemusterte Strandkörbe, die zuvor versteigert wurden, in Container verladen – und machen dabei eine schreckliche Entdeckung: Zwischen zwei zusammenstehenden Körben liegt die Leiche der Insulanerin Luise Fleetjer. Jemand hat sie hinterrücks mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen und dort deponiert.
Für Kriminalkommissarin Fenja Bruns und ihren Kollegen Jonte Visser beginnt ein verzwickter Fall mitten in der sommerlichen Hochsaison. Zunächst deutet vieles auf ein Familiendrama hin, denn Luises Umfeld ist voller Spannungen: Ein schwerkranker Vater, erbitterte Erb- und Pflegestreitigkeiten mit der Schwester und ein Ex-Mann. Doch dann taucht eine zweite Leiche auf …
Strandkörbe stehen wie kaum etwas anderes für Urlaub und Erholung. Hat es Sie besonders gereizt, dieses vertraute Bild mit einem Mordfall zu verbinden?
Genau dieser Kontrast macht den Reiz eines Regionalkrimis aus. Der Strandkorb ist der Inbegriff von Nordsee-Idylle, Geborgenheit, Meeresrauschen und Entspannung. Wenn man dieses Sinnbild für Urlaubsfrieden plötzlich in einen Tatort verwandelt, erzeugt das sofort einen packenden Anfang.
Dass Luise keinen ihrer Verwandten, sondern ihre Mitbewohnerin als Haupterbin eingesetzt hat, lässt bittere Konflikte vermuten. Was ist zwischen Luise und ihrer Familie vorgefallen, dass es zu diesem Schritt kam?
Im Kern des Familienkonflikts steht der schwerkranke Vater der Toten, der rund um die Uhr Betreuung braucht. Das Mordopfer war vor fünf Jahren eigens auf die Insel gezogen, um für ihn da zu sein. Sie wollte partout verhindern, dass ihr Vater sein vertrautes Zuhause verliert. Ihre Schwester hingegen sah den immensen finanziellen und organisatorischen Aufwand: Das große Haus verfällt und die 24-Stunden-Pflegekraft verschlingt Unmengen an Geld. Darüber kam es vor dem Mord zum Streit, sodass das Mordopfer sein Testament noch mal änderte. Kurz darauf war sie allerdings tot …
Eine zweite Leiche rückt den Fall in ein neues Licht – diese Formulierung aus dem Klappentext ist fast schon eine Untertreibung angesichts der Wendungen, die sich im Laufe der Ermittlungen ergeben. Planen Sie solche Wendungen bereits vor dem Schreiben, oder entwickeln sie sich während der Arbeit am Ostfrieslandkrimi?
Die großen Leitplanken und die entscheidenden Wendungen stehen bei mir vor dem Schreiben manchmal fest, aber nicht immer. Es gibt immer einen groben Plot, doch viele Details entwickeln sich tatsächlich organisch beim Schreiben. Man schlüpft in die Figuren und fragt sich: Wie weit würde jemand gehen, der mit dem Rücken zur Wand steht? Manchmal fällt einem dann selbst erst »unterwegs« ein, was eine noch spannendere Wendung wäre und der Krimi entwickelt sich in eine ganz eigene Richtung.
Fenja Bruns und Jonte Visser ermitteln stets als Team in der kleinen Langeooger Polizeiwache. Was schätzen die beiden besonders aneinander – und womit können sie sich gegenseitig auf die Nerven gehen?
Die beiden sind ein eingespieltes Team, das sich blind vertraut, sich aber gerade durch seine Gegensätze perfekt ergänzt. Was sie aneinander schätzen, ist die unbedingte Verlässlichkeit. Jonte ist ein waschechter Insulaner. Er bringt die nötige Ruhe, Gelassenheit und die lokalen Verbindungen mit. Fenja wiederum ist die treibende Kraft: strukturiert, scharfsinnig, beharrlich und mit einem feinen Gespür für psychologische Zwischentöne. Verbinden tut sie außerdem das traditionelle Teetrinken auf der Wache – ohne Kluntjes läuft bei beiden gar nichts. Auf die Nerven gehen können sie sich natürlich trotzdem, aber genau diese kleinen Neckereien halten die beiden am Boden, wenn ein Fall sie emotional fordert.