Der ostfriesische Reeder Rummert Doyen wird im Meerhusener Wald ermordet. Illegale Geldverschiebungen, ein ruinierter Konkurrent und die Angst vor dem Gefängnis liefern Motive. Doch ein wöchentlich blockierter Termin, von dem niemand wusste, führt die Ermittler auf eine ganz andere Spur. Und die ist gefährlicher, als gedacht.
Klappentext:
»Wenn ein Mann so viel Aufwand betreibt, geht es entweder um ein geheimes Laster oder um eine Frau!«
Tatort Aurich: Der ostfriesische Reeder Rummert Doyen wird erschossen im Meerhusener Wald aufgefunden. Die Kommissare Wiebke Jacobs und Dr. Evert Brookmer finden heraus, dass er offenbar große Summen illegal beiseitegeschafft hatte und einer möglichen Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung entgegensah. Wollte ein Komplize verhindern, dass Doyen auspackt und ihn mit in den Abgrund reißt? Aber auch ein verbitterter langjähriger Konkurrent, dessen Reederei von Doyen auf dubiose Art und Weise übernommen wurde, gerät in den Fokus der Ermittler. Doch die Geschäftspraktiken des Mordopfers sind nicht die einzige Spur: Doyen hatte jeden Mittwochnachmittag in seinem Kalender geblockt. Weder seine Frau noch irgendjemand aus seiner Firma scheint zu wissen, was er zu dieser Zeit getan hat …
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Interview zum Ostfrieslandkrimi »Auricher Reeder«
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Die Auricher Kommissare Wiebke Jacobs und Dr. Evert ermitteln wieder. Worum geht es in »Auricher Reeder«?
Martin Windebruch: Der Reeder Rummert Doyen wird am frühen Morgen von Spaziergängern im Meerhusener Wald im Norden Aurichs erschossen aufgefunden. Letzte Nacht ist er von der Arbeit nicht nach Hause gekommen, doch seine Frau hat ihn angeblich auch nicht vermisst. Die Eheleute Doyen hatten Streit, weil er ihr zu viel arbeitete. Er sagte, das müsste er im Augenblick, weil es ihm gelungen war, eine langjährige Konkurrenz-Reederei zu schlucken. Deren ehemaliger Firmenchef ist darüber gar nicht begeistert gewesen und hatte Doyen schon gedroht. Allerdings stellt sich für die Ermittler bald heraus, dass Doyen noch in ganz andere Geschäfte verwickelt war …
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Der erwähnte langjährige Konkurrent des Reeders gehört zu den Verdächtigen. Aber wie kann Rummert Doyen die Reederei seines Konkurrenten übernommen haben, gegen dessen Willen?
Martin Windebruch: Da sein langjähriger Konkurrent im Krankenhaus war und im wahrsten Sinne außer Gefecht, konnte Rummert Doyen mit dessen Stellvertreter eine Übernahme absprechen. Doch sein Konkurrent erholte sich unerwarteterweise wieder und war nun gar nicht begeistert, dass seine Firma an Doyen verkauft wurde …
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Wie der Klappentext verrät, hatte Rummert Doyen illegal große Summen beiseitegeschafft. Weshalb hat ein erfolgreicher Reeder so etwas nötig?
Martin Windebruch: Gelegenheit macht oft Diebe, zudem wollte Rummert Doyen auch noch groß hinaus. Er war der Meinung, klüger als alle anderen zu sein. Als ihm die Behörden begannen auf die Schliche zu kommen, kam auch noch ein Fluchtplan hinzu, der durch besondere Umstände verzögert wurde …
- Das geheime Zeitfenster im Kalender des Opfers deutet auf ein Doppelleben hin. Was reizt Sie an Figuren, die nach außen kontrolliert wirken, innerlich aber etwas verbergen?
Martin Windebruch: Etwas zu verbergen ist, denke ich, nur menschlich. Hat nicht jeder seine kleinen Geheimnisse? Manchmal, wie bei Rummert Doyen, sind sie allerdings etwas größer. Mir gefallen aber eigentlich alle interessanten Figuren. Meine Ostfrieslandkrimis gestatten es mir, viele davon auftreten zu lassen. Und ich hoffe, dass den Lesern in »Auricher Reeder« wieder einige davon begegnen werden.
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Ostfrieslandkrimis leben immer auch vom Lokalkolorit, der Atmosphäre und der Landschaft – auf welche ostfriesischen Schauplätze können sich die Leserinnen und Leser in »Auricher Reeder« freuen?
Martin Windebruch: Da ist für alle was dabei. Die Geschichte führt von Aurich bis nach Leer, aber auch hinauf an die Küste nach Westeraccumersiel und bietet die ganze ostfriesische Bandbreite.