Ein Sturm, eine Leiche in den Fluten – gefesselt mit perfekten Seemannsknoten! Die Kommissare Fenja Bruns und Jonte Visser sind wieder gefordert in dem neuen Ostfrieslandkrimi von Julia Brunjes.
Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi:
»Ein Fisch ist das nicht, auch keine Robbe!« Ein orkanartiger Sturm peitscht über Langeoog hinweg und wühlt die Nordsee auf. Als die Kommissare Fenja Bruns und Jonte Visser dabei helfen, die letzten Strandkörbe in Sicherheit zu bringen, entdeckt Fenja etwas in der Brandung. Kurz darauf spülen die Fluten einen leblosen Mann an Land. Bei dem Toten handelt es sich um den Hamburger Kleinkriminellen Karl Wenning. Seine Hände wurden mit einem fachmännisch geknüpften Seemannsknoten gefesselt – ein deutlicher Hinweis darauf, dass er nicht durch einen Unfall ums Leben kam. Die Ermittlungen führen zu zwei Booten, die trotz der Unwetterwarnungen auf der Nordsee unterwegs waren und sich in den Langeooger Hafen retten konnten: die Yacht Seeschwalbe und ein Krabbenkutter, der sie offenbar verfolgte. Wurde Karl Wenning nach einem Streit gefesselt über Bord geworfen? Leonard, ein charmanter ehemaliger Polizist, bietet den Inselpolizisten ungefragt seine Unterstützung an. Doch er zeigt auffällig großes Interesse an dem Fall …
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Viel Freude beim Lesen wünscht
Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de
Das Interview zum Ostfrieslandkrimi:
»Flutmord auf Langeoog« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi mit den Inselkommissaren Fenja Bruns und Jonte Visser. Worum geht es in dem Buch?
Julia Brunjes: Während einer Sturmflut wird ein an Händen und Füßen gefesselter Toter an den Langeooger Strand gespült. Fenja Bruns bemerkt die Leiche als Erste, als diese noch ein Spielball der tosenden Wellen ist. Der Tote wird geborgen, und schon beim ersten Blick ist klar, dass an dem Mann ein Verbrechen mit Todesfolge verübt worden ist. Wie der Tote ins Meer geraten ist, bleibt erstmal ein Rätsel, denn der Deutsche Wetterdienst hatte eine Sturmflutwarnung herausgegeben und Schiffsverkehr hätte es dementsprechend eigentlich nicht mehr geben sollen. Dass der Mann von Langeoog aus gefesselt ins Meer geworfen wurde, ist auch schwer vorstellbar. Das Rätsel um diesen Toten soll Fenja Bruns und Jonte Visser noch die ganze Sturmflut über beschäftigen.
Ein heftiger Sturm wie zu Beginn des Ostfrieslandkrimis schneidet eine Insel noch stärker von der Außenwelt ab. Wie wirkt sich diese besondere Situation auf die Ermittlungen und die Atmosphäre aus?
Julia Brunjes: Die Sturmflut sorgt das ganze Buch über für eine ganz besondere, prickelnde Stimmung, eine latente, von der Natur ausgehende Gefahr, ein wildes Tohuwabohu. Wegen des Sturms ist es gefährlich, sich im Freien aufzuhalten, aber den Kommissaren bleibt nichts anderes übrig, als es trotzdem zu tun, um mit den Ermittlungen voranzukommen. Außerdem müssen sich die beiden auch noch um die Auswirkungen des Sturms kümmern: Gäste, die nicht abreisen konnten, sind auf der Insel gestrandet und müssen versorgt werden; Bäume stürzen um, und der Feuerwehr muss bei der Beseitigung der Schäden unter die Arme gegriffen werden. Mit anderen Worten: Fenja und Jonte kommen nicht zur Ruhe.
Bei dem Toten Karl Wenning handelt es sich um einen Hamburger Kleinkriminellen. Hilft seine kriminelle Vergangenheit den Inselkommissaren bei den Ermittlungen weiter oder führt sie eher auf falsche Fährten?
Julia Brunjes: Die kriminelle Vergangenheit des Opfers deutet auf Verstrickungen hin, die ihn schließlich nach Langeoog führten, wo er dann ums Leben kam. Es scheint aber auch gut möglich, dass es einen ganz anderen Grund für sein Ableben gibt. Fenja und Jonte müssen sich ganz schön anstrengen, um den Wust zu entwirren, der mit Karl Wenning in Zusammenhang steht, und der Sturm ist ihnen dabei keine große Hilfe. Aber die beiden sind geübte Kriminalisten und ziehen die eine oder andere Schlussfolgerung, von der sie hoffen, dass sie Licht in das Dunkel dieses Mordfalls bringen.
Mit Leonard mischt sich ein ehemaliger Polizist in die Ermittlungen ein. Was macht er überhaupt auf der Insel? Und wie schwierig ist es für Fenja und Jonte, seine Beweggründe einzuschätzen?
Julia Brunjes: Leonard wollte anscheinend bloß seinen Urlaub auf Langeoog verbringen und gerät inmitten der Sturmflut in den Strudel der Ereignisse. Er scheint irgendwie verdächtig, ist auf der anderen Seite aber ein sehr sympathischer Mann, der eine gewisse Anziehungskraft auf Fenja ausübt. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und ihren Ermittlungen; und außerdem ist da ja auch noch Jonte, der nicht weiß, was den vermeintlich hilfsbereiten ehemaligen Kollegen wirklich antreibt. Damit haben sie eine schwere Nuss zu knacken.
Ihr Ostfrieslandkrimi beginnt mit einem besonders bildhaften und kraftvollen Satz über den Oktobersturm. Wie lange feilen Sie gewöhnlich am Einstieg eines Buches?
Julia Brunjes: Wenn ich mich erst einmal in die Atmosphäre des Krimis hineingefühlt habe und die Eingangsszene vor meinem inneren Auge entsteht, fallen mir die Sätze fast von allein zu, mit denen ich dann versuchen kann, den Leserinnen und Lesern das Geschehen so bildhaft zu beschreiben, dass es ihnen genauso lebhaft vor Augen steht wie mir beim Schreiben. Und ich hoffe, dass es mir diesmal auch wieder gelungen ist!