„Drachenmord auf Langeoog“ – der neue Ostfrieslandkrimi von Julia Brunjes

Mord auf dem Drachenfest! Was geht vor auf Langeoog? Die Kommissare Fenja Bruns und Jonte Visser sind wieder gefordert in dem neuen Ostfrieslandkrimi von Julia Brunjes. Die Liste der Verdächtigen ist lang, denn der Tote hatte viele Feinde!

Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi:

Ostfrieslandkrimi Drachenmord auf Langeoog»Dieser Kerl hat Feinde gesammelt wie andere Leute Briefmarken!« Das Langeooger Drachenfest steuert auf seinen Höhepunkt zu, als die Insel am frühen Morgen von einem Mord erschüttert wird: Falko Draven, der Star der deutschen Drachenflieger-Szene, liegt tot in den Dünen – erdrosselt mit einer Drachenschnur! Draven hatte angekündigt, in der Nacht für den großen Abschlusswettbewerb trainieren zu wollen. Ist sein Mörder ihm an den Strand gefolgt? Und wer hat Dravens wertvollen Hightech-Drachen ›Red Storm‹ an sich genommen? Die Inselkommissare Fenja Bruns und Jonte Visser stoßen auf eine lange Liste von Verdächtigen, denn mit seiner arroganten und rücksichtslosen Art hatte Draven sogar engste Vertraute gegen sich aufgebracht. Doch dann wird der Fall für die ostfriesischen Ermittler persönlich: Eine heiße Spur führt ausgerechnet zum ›Harpunier‹, dem Lokal von Jontes Bruder …

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Viel Freude beim Lesen wünscht

Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de

Das Interview zum Ostfrieslandkrimi:

Eine Nordseeinsel wie Langeoog eignet sich perfekt, um einen Drachen steigen zu lassen, womit wir auch schon beim Hintergrundthema Ihres neuen Ostfrieslandkrimis wären! Was erwartet Ihre Leserinnen und Leser in »Drachenmord auf Langeoog«?

Julie BrunjesJulia Brunjes: Meine Leserinnen und Leser erwartet ein klassischer Kriminalfall vor der rauen und gleichzeitig wunderschönen Kulisse Langeoogs, das sich während des jährlichen Drachenfestes in einem farbenprächtigen Ausnahmezustand befindet. Der Ostfrieslandkrimi beginnt mit dem Mord an Falko Draven, einem ebenso brillanten wie verhassten Star der Drachenflieger-Szene. Sein arroganter Charakter sorgt von Anfang an für eine lange Liste an Verdächtigen.

Die Ermittlungen werden von dem bewährten Duo, Kommissarin Fenja Bruns und ihr Inselkollege Jonte Visser, geführt. Es ist eine Mischung aus akribischer Polizeiarbeit und dem Eintauchen in die besondere Gemeinschaft einer Insel, in der jeder jeden kennt.

Sie sprachen von einer langen Liste an Verdächtigen. Aber wer hatte wirklich ein Motiv, den Star der deutschen Drachenflieger-Szene aus dem Weg zu räumen?

Julia Brunjes: Das ist die zentrale Frage, die sich den beiden ostfriesischen Ermittlern stellt. Falko Draven war ein Meister darin, sich Feinde zu machen. Es gibt gleich mehrere Personen mit sehr starken und nachvollziehbaren Motiven:

Da ist zum einen seine Assistentin und Freundin Maike Lüders. Er behandelt sie furchtbar, demütigt sie öffentlich und droht, sie auszutauschen. Für sie könnte es ein verzweifelter Befreiungsschlag aus einer toxischen Beziehung gewesen sein. Dann haben wir Herrn Brodersen, den Besitzer des kleinen Camping- und Souvenirladens. Draven macht sich nicht nur über dessen Sortiment lustig, sondern droht ihm auch mit der Eröffnung eines Konkurrenzgeschäfts, das Brodersen in den Ruin treiben würde. Hier geht es um die nackte Existenz und verletzten Stolz. Das vielleicht stärkste Motiv hat die junge Drachenbauerin Beeke Peters. Sie beschuldigt Draven, das revolutionäre Drachen-Design ihres verstorbenen Großvaters gestohlen und als seine eigene Erfindung ausgegeben zu haben. Für sie geht es um das Erbe ihrer Familie, um Gerechtigkeit und eine tiefe persönliche Kränkung. Jeder dieser Charaktere wurde von Draven an einem wunden Punkt getroffen, und bei jedem von ihnen könnte das Fass übergelaufen sein.

Falko Dravens »Red Storm« ist verschwunden und weckte offenbar Begehrlichkeiten – was kann an einem Drachen, den man in die Luft steigen lässt, so wertvoll sein?

Julia Brunjes: Der »Red Storm« ist weit mehr als nur ein Spielzeug. Er ist der Gipfel der modernen Drachentechnologie und des Designs. Im Roman wird er als unbezahlbarer Prototyp beschrieben, ein Unikat mit Carbon-Gestänge, gefertigt mit einem handgenähten Segeltuch aus der Raumfahrtforschung. Sein wahrer Wert geht aber über die Materialien hinaus. Das Design selbst ist revolutionär und – wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellt – der Grund für Dravens Erfolge und seinen gesamten Ruhm. Für andere ambitionierte Drachenflieger ist der »Red Storm« daher ein Objekt des Neids, was seinen Diebstahl zu einem sehr plausiblen Motiv macht.

Der Fall wird für die Kommissare zu einer persönlichen Angelegenheit, als der »Harpunier«, das Lokal von Jonte Vissers Bruder Harm, ins Zentrum der Ermittlungen gerät. Wie verändert das die Dynamik zwischen den Beteiligten?

 Julia Brunjes: Die Dynamik zwischen Fenja und Jonte wird auf eine harte Probe gestellt. Als der zerstörte »Red Storm« im Müllcontainer des »Harpunier« gefunden wird, gerät Jontes Bruder Harm sofort unter Verdacht. Für Jonte entsteht ein massiver Interessenkonflikt zwischen seiner Pflicht als Polizist und seiner Loyalität als Bruder.

Für Fenja ist die Situation ebenfalls heikel. Sie ist mit der Familie befreundet, muss aber unparteiisch ermitteln und Harm befragen, was die Partnerschaft mit Jonte belastet. Die Aufklärung des Mordes dient nun nicht mehr nur der Gerechtigkeit, sondern auch dazu, Harms Namen reinzuwaschen und die Familie ihres Partners zu schützen. Es zwingt die beiden, einander noch mehr zu vertrauen, und verleiht der Ermittlung eine starke emotionale Ebene.

Viele verbinden das Drachensteigenlassen mit Kindheitserinnerungen. Packt Sie manchmal auch noch die Lust darauf, wenn der Wind perfekt steht?

 Julia Brunjes: Ja, ich kenne das noch aus meiner Kindheit! Es hat etwas Magisches, einen Drachen am Himmel tanzen zu sehen, besonders an einem Ort wie einer Nordseeinsel, wo der Wind so eine kraftvolle und ständige Präsenz hat. Es ist ein Gefühl von Freiheit und eine direkte Verbindung zu den Naturgewalten.

Der Ostfrieslandkrimi beleuchtet ja beide Seiten: die einfache, unbeschwerte Freude der Kindheit, aber auch die hochkompetitive, fast schon besessene Welt der Profis. Aber im Kern geht es um dieses simple, wundervolle Gefühl. Also ja, wenn ich am Meer bin und ein guter Wind weht, spüre ich diesen Drang, einen Drachen steigen zu lassen, auch heute noch. Es ist schwer, dem zu widerstehen.