Hinnerk Jakobs, reicher Ex Fabrikant und Emder Urgestein, wird ermordet auf seinem Fischkutter gefunden. Drohbriefe, Familiengier und ein geplanter schwimmender Weihnachtsmarkt bringen viele Feinde ins Spiel. Erst ein ungewöhnliches Detail auf den Tatortfotos und ein orangefarbener Kater führen die Kripo Emden zur Wahrheit.
Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Krimis, Fantasy-Romanen und Jugendbüchern. Seine Romane erreichten eine Gesamtauflage von über 3 Millionen Exemplaren und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Väterlicherseits stammt seine Familie aus Ostfriesland. Sein Großvater war jahrzehntelang Bürgermeister von Twixlum, die dortige Thedastraße ist nach seiner Großmutter benannt. Er selbst lernte als Zehnjähriger auf dem Großen Meer das Segeln und kehrte auch später mit der eigenen Familie immer wieder im Urlaub dorthin zurück. So lag es für ihn nahe, diese Gegend auch zum Schauplatz seiner Kriminalromane zu machen.
Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi
»Hinnerk Jakobs bekam Drohbotschaften, die zusammengeklebt waren.«
Am frühen Morgen wird Kommissar Steen zum Ratsdelft gerufen. Dort sitzt der wohlhabende ehemalige Fabrikant, der Ohm Hinnerk genannt wurde, dicht vor der Reling auf seinem Fischkutter – ermordet. Eigentlich war der etwas knurrige Mann als Emder Original durchaus beliebt. Im Laufe der Zeit stellt sich jedoch heraus, dass er sich mit seiner entschlossenen Art, seine Ziele durchzusetzen, durchaus Feinde gemacht hat. So stieß sein Plan, einen auf Pontons im Hafen schwimmenden Weihnachtsmarkt wiederzubeleben, auf den Widerstand einiger Geschäftsleute. Auch seine Neffen waren nicht begeistert davon, weil ihr Onkel sich schließlich bereit erklärte, einen großen Teil der Kosten des Events zu tragen. Würde von ihrem Erbe am Ende nicht mehr viel übrig bleiben? Kein Wunder, dass der Tote bereits zahlreiche Drohbriefe erhalten hatte, die er aber nicht ernst nahm. Verdächtige gibt es genug, und keiner hat ein hieb- und stichfestes Alibi. Doch schließlich bringt die genaue Durchsicht der Tatortfotos die Kripo Emden auf die richtige Spur – und ein orangefarbener Kater wird plötzlich zum wichtigen Zeugen …
Der Ostfrieslandkrimi »Der Tote an der Reling« ist als E-Book und Taschenbuch bei den bekannten Anbietern erhältlich wie:
*Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen
Eine Übersicht über die Reihenfolge der Bücher finden Sie hier.
Mehr über die Serie können Sie im Steckbrief erfahren.
Interview zu »Der Tote an der Reling«
Ihr neuer Ostfrieslandkrimi »Der Tote an der Reling« ist erschienen. Worum geht es?
Alfred Bekker: Wer die Krimis um Kommissar Steen kennt, weiß, dass er den Tag gerne mit einem Frühstück im Café am Emder Stadtgarten beginnt. Da hat er einen Blick auf den malerischen Ratsdelft, jenen bis ins Stadtzentrum hineinragenden Wasserarm, der früher, in der goldenen Zeit Emdens, der eigentliche Seehafen war. Jetzt liegen da nur noch ein paar pittoreske Museums- und Restaurantschiffe, die allesamt nicht mehr in See stechen. Der Hafen ist in die Außenbereiche abgewandert.
Eines dieser Museumsschiffe ist die »Ohm Hinnerk«, benannt nach ihrem Besitzer. Sie gehört Hinnerk Jakobs, der sich nach einer außerordentlich erfolgreichen Karriere als Fischstäbchen-Fabrikant zur Ruhe gesetzt hat, um nachfolgende Generationen für die Geschichte der Fischerei zu interessieren.
Darum hat er einen alten Fischkutter gekauft und zum Museumsschiff umgebaut.
Kommissar Steen kennt dieses Emder Original. Er kommt auf seinem täglichen Weg, wenn er am Delft entlang zum Café geht, um zu frühstücken und seinen geliebten Ostfriesentee mit Kluntjes und Sahne zu trinken, am Liegeplatz der »Ohm Hinnerk« vorbei.
Aber an diesem Morgen ist alles anders. Kein Gruß und kein kurzer Schnack mit »Ohm Hinnerk« Jakobs. Der gibt nämlich keine Antwort, weil er längst nicht mehr lebt. Sein Mörder hat ihn in den frühen Morgenstunden umgebracht.
Damit beginnen für Kommissar Steen, die burschikose Polizeimeisterin Altje Remels, den jungen, mit allen forensischen Wassern gewaschenen Kommissar Ulfert Jansen und den zur Überkorrektheit neigenden Polizeiobermeister Johnny Volkerts komplizierte Ermittlungen.
Der Tote galt als ein bekanntes Emder Original – wer war »Ohm Hinnerk«?
Alfred Bekker: »Ohm Hinnerk« Jakobs war nicht nur der Gründer, sondern auch das Gesicht der Ohm-Hinnerk-Fischstäbchen, da er von seinem Äußeren her das perfekte Bild eines Seemanns abgab. Eigentlich würde man auf Ostfriesisch »Hinnerk Ohm« (Onkel Hinnerk) sagen, aber eine Marketingrunde fand, dass »Ohm Hinnerk« besser klingt und auch nicht mit einer bekannten Maßeinheit für Stromspannung verwechselt wird.
Nachdem er sich aus dem aktiven Fischstäbchen-Geschäft zurückgezogen hatte, benutzte er seine enorme Popularität als Vorzeige-Seemann und Emder Original, um auch kommunalpolitisch in seiner geliebten Heimatstadt Emden einiges zu bewirken. Damit machte er sich allerdings nicht nur Freunde.
Einige dieser Feindschaften hatten ausgerechnet etwas mit seinen Plänen für einen Weihnachtsmarkt zu tun – der doch eigentlich für das Fest der Liebe stehen soll.
Ein Dreh- und Angelpunkt in diesem Ostfrieslandkrimi ist ein schwimmender Mmarkt auf dem Ratsdelft, den der Tote wieder aufleben lassen wollte. Gab es diesen wirklich oder ist er ein Produkt Ihrer Fantasie?
Alfred Bekker: Nein, der ist keine Fantasie. Den Weihnachtsmarkt mit illuminierten Schiffen und Pontons auf dem Ratsdelft gab es wirklich über viele Jahre hinweg. Ganze Busladungen von Touristen kamen extra deswegen in die norddeutsche Seehafenstadt, um das zu sehen.
Die beiden Neffen des Toten – die Zwillinge Sören und Torben Jakobs – sind nicht nur seine Erben, sondern geraten auch schnell in den Fokus der Ermittlungen – wieso?
Alfred Bekker: Zuviel darf ich da nicht verraten, aber der Hintergrund, warum auch die Neffen in Verdacht geraten, liegt natürlich auf der Hand: Hinnerk Jakobs hinterließ ein gewaltiges Vermögen, aber keine Kinder. Die Neffen wären die Haupterben …