Ein Winterquartier für Camper wird zum Tatort: Auf dem Hof der Remels entdeckt Altjes Vater eine Leiche in einem Wohnwagen. Der Mann wurde woanders getötet, der Caravan stand an mehreren Orten – und plötzlich führt alles zu einer verschwundenen Beute aus einem alten Verbrechen. Kommissar Steen ahnt: Dieser Fall ist größer als gedacht.
Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Krimis, Fantasy-Romanen und Jugendbüchern. Seine Romane erreichten eine Gesamtauflage von über 3 Millionen Exemplaren und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Väterlicherseits stammt seine Familie aus Ostfriesland. Sein Großvater war jahrzehntelang Bürgermeister von Twixlum, die dortige Thedastraße ist nach seiner Großmutter benannt. Er selbst lernte als Zehnjähriger auf dem Großen Meer das Segeln und kehrte auch später mit der eigenen Familie immer wieder im Urlaub dorthin zurück. So lag es für ihn nahe, diese Gegend auch zum Schauplatz seiner Kriminalromane zu machen.
Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi
War der Tote im Caravan auf der Suche nach einem geraubten Vermögen?
Das hat Polizeimeisterin Altje Remels gerade noch gefehlt: Kaum ist der elterliche Hof zu einem Winterquartier für Campingfahrzeuge umgebaut worden, findet ihr Vater in einem der Wagen die Leiche eines Mannes. Kommissar Steen und das restliche Team der Kripo Emden werden alarmiert und nehmen die Ermittlungen auf. Aber sofort stehen sie vor den ersten Schwierigkeiten. Wer ist der Tote? Wie kam er dorthin und wo ist der eigentliche Tatort? Tatsächlich wird schnell klar, dass der Mann schon gestorben war, bevor er in den Camper gebracht wurde. Dass der Caravan vorher noch an mehreren anderen Orten stand, bevor der Besitzer ihn schließlich auf dem Hof der Remels abstellte, erschwert die Nachforschungen zusätzlich. Als die Identität des Mannes endlich geklärt wird, erhält der Fall eine neue Brisanz: Geht es etwa um die verschwundene Beute eines vor Jahren stattgefundenen Verbrechens?
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Interview zu »Der Tote im Caravan«
Herr Bekker, ihre erfolgreiche Ostfrieslandkrimireihe um Kommissar Steen geht in die nächste Runde – worum geht es in »Der Tote im Caravan«?
Alfred Bekker: Im Campingwagen eines strengen, aber inzwischen pensionierten Realschullehrers wird ein Toter gefunden, der offenbar durch einen Kopfschuss starb. Die Frage für Kommissar Steen und sein Team von der Mordkommission Emden ist natürlich: Wie kommt der Tote dort hinein, und wer hat ihn umgebracht?
Der Fall wird schwierig, zumal der Tote nichts bei sich trägt, was ihn identifizieren könnte. Die entscheidende Frage ist: Wo war der Caravan zur Zeit des Mordes? Haben die Mitarbeiter einer Werkstatt etwas damit zu tun, von denen mindestens einer dem oberstrengen Realschullehrer gerne eins ausgewischt hätte, um sich für den quälenden Unterricht zu revanchieren? Aber legt man da eine Leiche in den Wohnwagen? Und wo wäre das Motiv? Oder geschah der Mord doch am Großen Meer, wo der Wohnwagen auf einem Dauerplatz stand?
Dann stellt sich heraus, dass der Tote erst vor Kurzem in Ostfriesland auftauchte und eine sehr bewegte Vergangenheit hatte… Als man schließlich doch noch ein Projektil findet, wird klar, dass dieser Mord mit einem anderen Verbrechen in Zusammenhang steht, das vor langer Zeit geschah.
Polizeimeisterin Altje Remels steht dieses Mal im Mittelpunkt des neuen Kriminalfalls der Kripo Emden. Wie kommt es dazu?
Alfred Bekker: Altje Remels hilft ja neben ihrer Tätigkeit als Polizeimeistern in Emden auch auf dem Hof ihrer Eltern in Larrelt. Doch die Landwirtschaft lohnte sich in letzter Zeit nicht mehr so richtig. Der Hof war zu groß zum Sterben, aber zu klein, um wirklich wirtschaftlich zu sein. Da hat ein Onkel aus Kalifornien (gemeint ist nicht der amerikanische Bundesstaat, sondern die gleichnamige Gemeinde in Schleswig-Holstein) die Familie Remels davon überzeugt, das Geschäftsmodell zu wechseln: Nicht mehr klassische Landwirtschaft, sondern Vermietung von Winterquartieren für Wohnwagen und Boote. Die müssen nämlich in den kalten Monaten irgendwo untergebracht werden, ehe dann im neuen Jahr die Saison wieder losgeht. Dazu haben die Remels nun ihre Ställe und Scheunen entsprechend umgebaut. Das Geschäft lief auch gut an, denn es gibt eine große Nachfrage.
Doch dann wird in einem der abgestellten Wohnwagen der Tote entdeckt, um den es in diesem Kriminalfall geht. Natürlich ist jetzt die Sorge groß, ob das vielleicht Einfluss darauf haben könnte, inwieweit die Campingfreunde in Zukunft noch bereit sein werden, dem Hof Remels in Larrelt ihre Caravans anzuvertrauen. Altje ist daher ziemlich gestresst – und das nicht nur, weil durch den neuen Fall viel zu tun ist.
Welche Schauplätze erlebt der Leser in Ihrem neuen Ostfrieslandkrimi?
Alfred Bekker: Neben Emden ist es vor allem das Große Meer. In Ostfriesland ist ein »Meer« normalerweise ein Binnensee, während man hier das eigentliche Meer »die See« nennt. Wenn man die Straße von Emden nach Aurich fährt, kommt irgendwann ein Schild, das nach rechts (also nach Osten) zeigt mit der Aufschrift »Zum Großen Meer«.
Schon so mancher Tourist ist hier in Unkenntnis der Tatsache, dass es um einen Binnensee geht, stutzig geworden. Dass Ostfriesland von Norden und Westen vom Meer umgeben ist, weiß jeder – aber wenn der Pfeil nach Osten zeigt, lässt das viele die Stirn runzeln.
Das Große Meer ist insofern etwas Besonderes, als es sehr flach ist. Ein Zehnjähriger kann es bequem durchwaten und so konnte ich dort als Kind vollkommen gefahrlos Segeln lernen. Auch Surfer, die noch nicht so sicher auf den Brettern stehen, schätzen das.
Camping scheint nicht nur in diesem Kriminalfall, sondern auch allgemein in Ostfriesland ein Thema zu sein. Haben Sie es deshalb zum Thema gemacht, möglicherweise sogar selbst Campingerfahrungen?
Alfred Bekker: Ja, ich kenne den Campingplatz, auf dem ein Teil der Handlung spiel,t seit meiner Kindheit. Ich habe dort Segeln gelernt und bin später auch mit meiner eigenen Familie dort zum Campen hingefahren. Für Familien mit Kindern und Wassersportler war das immer ein Paradies