„Glühweinmord auf Langeoog“ – der neue Ostfrieslandkrimi von Julia Brunjes

Tod auf dem Nikolausfest! Vergifteter Glühwein? Ein Drama aus Eifersucht? Die Kommissare Fenja Bruns und Jonte Visser sind wieder gefordert in dem 46. Ostfrieslandkrimi von Julia Brunjes aus der Reihe „Die INSEL Polizei“.

Der Klappentext zum Ostfrieslandkrimi:

Ostfrieslandkrimi Glühweinmord auf Langeoog»Morgen bist du fällig, Todespanscher!« Der Weinhändler Jan Blome ist sich sicher, wer ihm diese Drohung geschickt hat: der Koch Claas Feenstra, dessen Ex-Frau Rieke inzwischen mit ihm zusammenlebt. Doch als am nächsten Tag beim Langeooger Nikolausfest ein Mann zusammenbricht, ist es ausgerechnet Claas. Er stirbt noch vor Ort. Als Bischof Nikolaus verkleidet, hatte er kurz zuvor von Blomes selbstgemachtem Glühwein getrunken! Die Langeooger Kommissare Fenja Bruns und Jonte Visser stehen vor einem Rätsel: War der Glühwein vergiftet? Aber warum gibt es dann unter den Festgästen kein weiteres Opfer? Die Inselpolizisten erfahren, dass Claas seinem Nebenbuhler offenbar mehr vorzuwerfen hatte als die zerstörte Ehe. Er wollte Rieke beweisen, dass sie auf einen Kriminellen hereingefallen war. Hatte der Koch tatsächlich etwas gegen den Weinhändler in der Hand und musste deshalb sterben?

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Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de

Das Interview zum Ostfrieslandkrimi:

In Ihrem neuen Ostfrieslandkrimi wird es vorweihnachtlich. Worum geht es in »Glühweinmord auf Langeoog«? 

Julia Brunjes: Der Koch Claas Feenstra randaliert auf Langeoog, weil er über die Scheidung von seiner Frau Rieke nicht hinwegkommt. Daraufhin erteilen die Inselpolizisten Fenja Bruns und Jonte Visser ihm einen befristeten Platzverweis. Am nächsten Tag kehrt er in einem Nikolauskostüm nach Langeoog zurück und wird vergiftet. Hat der Weinhändler Jan Blome – Riekes neuer Partner – Feenstra auf dem Gewissen? Aber warum wurden bei dem Fest keine weiteren Gäste getötet, obwohl Blome reichlich Glühwein ausgeschenkt hat? Auf der idyllisch verschneiten Nordseeinsel Langeoog müssen die Ermittler ein kompliziertes Krimirätsel lösen.

 Claas wollte Rieke offenbar beweisen, dass ihr junger neuer Partner Dreck am Stecken hat. Gab es darauf ernsthafte Hinweise oder steckt eher verletzter Stolz hinter diesen Vorwürfen?

Julia Brunjes: Auf jeden Fall zeigt sich am Ende des Ostfrieslandkrimis eindeutig, ob an Feenstras Verdacht etwas dran ist. Inwieweit der Koch über diskrete Machenschaften des Weinhändlers Bescheid wusste, bleibt im Unklaren. Tatsache ist: Die Scheidung hat Feenstra aus der Bahn geworfen. Und sein Auftritt, bei dem er als der historische Bischof Nikolaus verkleidet war, verfolgte ein bestimmtes Ziel. Stattdessen fand er den Tod. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten, ohne zu viel von der Handlung preiszugeben.

Zunächst scheint ja Jan Blome in Gefahr zu sein, doch dann stirbt ausgerechnet der mutmaßliche Absender der Drohung. Steht ein überraschender Twist wie dieser für Sie schon beim Planen der Geschichte fest, oder ergibt es sich spontan beim Schreiben?

Julia Brunjes: Ich bin ja eine bekennende »Bauchschreiberin«, was den Vorteil hat, dass ich während der Arbeit an einem Manuskript oft selbst von dem Verlauf der Geschichte überrascht werde. Dadurch bleibt ein Ostfrieslandkrimi spontan und unvorhersehbar. Ich musste bei einem früheren Roman einmal schmunzeln, als eine Leserin behauptete, den Mörder schon nach 20 oder 30 Seiten identifiziert zu haben. Ich als Autorin wusste bei dem Krimi erst im letzten Drittel, wem ich die Tat anhängen würde 😉.

Fenja und Jonte müssen feststellen, dass nahezu alle Beteiligten es mit der Wahrheit nicht allzu genau nehmen – oder im Falle von Claas Feenstra genommen haben. Wie gelingt es den beiden ostfriesischen Ermittlern, in diesem Geflecht aus Lügen und Halbwahrheiten den Überblick zu behalten?

Julia Brunjes: Sie halten sich an die Logik: Wenn ein Dutzend Personen Glühwein trinken und nur ein Opfer stirbt beziehungsweise überhaupt Vergiftungssymptome zeigt, dann muss mit dem Getränk alles in Ordnung gewesen sein. Also ist der Mann an einem Toxin zugrunde gegangen, das ihm aber nicht mit dem Glühwein zugeführt wurde. Nach derselben Methode betrachten sie die anonyme Drohung gegen Blome: Wer hatte die Möglichkeit, das Papier unbemerkt in den Hausbriefkasten der Weinhandlung zu stecken? Durch dieses strikte Beharren auf den unumstößlichen Tatsachen können sie das Rätsel schließlich lösen.

Zum Abschluss eine persönliche Frage: Was genießen Sie, wenn Sie ein Nikolausfest oder einen Weihnachtsmarkt besuchen: einen aromatischen Glühwein, einen kräftigen Grog oder lieber eine alkoholfreie Variante?

Julia Brunjes: Ich kann mich für alle drei Getränke erwärmen, es kommt ganz auf die Stimmung beziehungsweise die Begleitung an. Beim Lüttje Winterzauber – dem Adventsmarkt auf Borkum – ist ein alkoholfreier Kinderpunsch angebracht, zumal dort auch viele Familien mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind. Bei Erwachsenen unter sich und den entsprechend knackig kalten Temperaturen fällt mir die Wahl zwischen Glühwein und Grog schwer. Da kommt es darauf an, was ich gerade esse. Zu einer Waffel mit Puderzucker passt ein Glühwein besser, während eine deftige Bratwurst passend mit einem steifen Grog heruntergespült wird.