Was geht vor in Twixlum?!

Ein neuer Ostfrieslandkrimi von Alfred Bekker ist erschienen und aus diesem Anlass haben wir dem bekannten Autor ein paar Fragen gestellt, wobei er über seine ganz persönliche Beziehung zu Twixlum Auskunft gibt.

Ihr neuer Ostfrieslandkrimi »Der Tote von Twixlum« ist erschienen. Was erwartet interessierte Leser?

Kirche von Twixlum
Die Kirche von Twixlum Quelle Wikipedia Frisia Orientalis – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Alfred Bekker: Kommissar Steen hat als Kind mit seinen Eltern einige Jahre in dem Dorf Twixlum bei Emden gelebt. Damals hat ihn (wie die anderen Kinder auch) ein Mann stark beeindruckt, den alle nur den »Kapitän« genannt haben. Als der »Kapitän« stirbt, geht Steen zur Beerdigung – und bei diesem Ereignis geschieht vor seinen Augen ein Mord!

 

Der titelgebende Handlungsort klingt selbst für ostfriesische Verhältnisse außergewöhnlich und dürfte vielen Lesern nicht bekannt sein. Wie kam es dazu, dass Sie Twixlum zum Schauplatz Ihres neuen Krimis machten? Und können Sie uns etwas mehr über den Ort sagen?

Grünes EmdenAlfred Bekker: Twixlum gibt es wirklich. Es gehört heute zu Emden. Mein Großvater liegt auf genau dem Friedhof, den ich beschreibe. Er wurde nach dem Krieg von der britischen Militärregierung zum Bürgermeister von Twixlum bestimmt und blieb es bis zur Eingemeindung des Ortes nach Emden in den 70er Jahren. In unmittelbarer Nähe dieser Kirche und des Friedhofs stand früher die Grundschule, die mein Großvater leitete, und die Lehrerdienstwohnung, in der meine Großeltern lebten. Wenn ich sie als Kind besuchte und wir im Dachzimmer übernachteten, konnte man am Sonntagmorgen durch das Fenster die Kirchenglocke sehen.

»Der Tote von Twixlum« ist auch der erste Fall für den »Neuen« – gerade in einem kleinen Ermittler-Team eine besondere Situation. Wie wird Johnny Volkerts aufgenommen?

Alfred Bekker: Johnny Volkerts ist akribisch und korrekt, vielleicht auch ein bisschen dröge und langweilig. Ganz so, wie sich viele Leute einen typischen Beamten vorstellen, und eigentlich sollte so einer reibungslos in jede Hierarchie und in jede Dienststelle passen. Wäre da nicht eine bestimmte Eigenschaft, die ihn trotz seiner Stromlinienförmigkeit immer wieder anecken lässt: Er will nämlich alles verbessern und »auf Vordermann bringen«.  Er meint es gut, sorgt aber mit seinem Ordnungseifer immer wieder für Zündstoff. Ein besonderer Gegenpol ist natürlich die unkonventionelle Kollegin Altje, die es mit den Vorschriften nicht immer so genau nimmt.  Aber auch Steen und Ulfert sehnen sich inzwischen nach dem deutlich umgänglicheren Ihno Purwin zurück, der sich nach der Pensionierung als Privatdetektiv selbstständig gemacht hat.

Vor ein paar Jahren sprach die »Welt« in einem Artikel von Deutschlands Kapitänen als einer »aussterbenden Art«. Den Kapitän Hauke Barthelmes könnte man, obwohl er im Buch kein einziges Wort mehr spricht, durchaus als Hauptfigur des Krimis bezeichnen. Ist Hauke Barthelmes auch ein Symbol für einen maritimen Beruf, den es – in der Form wie zu seiner Zeit – nicht mehr gibt?

Alfred Bekker: Ja, das kann man durchaus sagen. Die Seefahrt hat sich stark verändert und Hauke Barthelmes kommt aus einer Zeit, die es so nicht mehr gibt. Er war quasi einer der letzten seiner Art. Zu seiner Zeit war die Seefahrt wahrscheinlich eine der wenigen Möglichkeiten, etwas von der Welt zu sehen. Das ist natürlich heute ganz anders.

 

Der Klappentext zum Buch von Alfred Bekker

Ostfrieslandkrimi Der Tote von Twixlum von Alfred BekkerMörderische Beerdigung. Kommissar Steen ermittelt in seiner alten Heimat.

Ein tödlicher Schuss aus dem Hinterhalt überschattet die Beerdigung des Mannes, den im ostfriesischen Twixlum alle nur den »Kapitän« nannten. Ausgerechnet sein Großneffe und einziger Erbe Tim Saathoff fällt tot in das Grab. Kommissar Steen, der den Kapitän seit seiner Kindheit kannte und bei der Beisetzung anwesend ist, nimmt sofort die Ermittlungen auf. Steen und sein Team von der Kripo Emden müssen in diesem Fall tief in der Vergangenheit graben. Wie gelangte der Kapitän, der auf allen sieben Weltmeeren unterwegs war, zu seinem enormen Reichtum? Ging es bei dem Mord an Tim Saathoff um das Erbe oder um brisante Informationen? Direkt nach der Beisetzung hatte er vor, sich mit einem Privatermittler zu treffen. Offensichtlich wollte jemand dieses Treffen mit aller Macht verhindern …

Der Ostfrieslandkrimi ist als E-Book und Taschenbuch bei den bekannten Anbietern erhältlich wie:

AMAZON – Hier klicken

Weltbild – Hier klicken

Thalia– Hier klicken

 

Viel Freude beim Lesen wünscht

Das Team von www.ostfrieslandkrimi.de

 

Share Button